![]() Fußball, Volleyball, Handball, Eishockey und
Football – in jeder der großen Teamsportarten
mischen Wiener Vereine an der Spitze mit.
Im Basketball nicht. Das soll sich jetzt
entscheidend ändern, versprechen
die BasketClubs Vienna. Es war ein Paukenschlag in der Wiener Basketball-Szene. Am 20. Februar 2010 konnte man den auf der Vereins-Homepage der BasketClubs Vienna (www.basketclubs.at) lesen: „Die führenden Basketballvereine in Wien, Basket2000 Vienna und die BasketClubs Vienna, arbeiten ab sofort auf Bundesligaebene zusammen. Ziel ist es, in Wien den Weltsport Basketball auf ein vorerst österreichisches Top-Niveau zu heben und später auch an internationalen Bewerben teilzunehmen. Mit dieser Kooperation möchten die Verantwortlichen an die glorreichen Basketball-Zeiten Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre anschließen, als die Stadthalle im Basketball-Europacup ausverkauft war. Die Spieler Stjepan Stazic, Damir Rajkovic und Spencer Rhynes verstärken ab sofort das Bundesligateam der BasketClubs Vienna.“ |
Das war eine Ansage. Allerdings wurde sie
nicht von allen mit Begeisterung aufgenommen. Besonders der Name Stjepan
Stazic stieß nicht wenigen Vereinsmitgliedern und Clubs-Fans sauer
auf. Womit sie nicht allein waren, wie der Kommentar des Vaters eines
Nationalteam-Spielers aus dem Burgenland bezeugt: „Ein Team mit
einem Stjepan Stazic kann nichts gewinnen.“ Clubs-Manager Wolfgang
Ziegler, neben Basket2000-Boss Zeljko Racic und eben Stazic einer der
drei Initiatoren der Kooperation, beurteilt das naturgemäß anders: „Stjepan
ist der bei Weitem beste Basketballer in Österreich. Rund um ihn
werden wir ein Team formieren, das nächstes Jahr ins Play-off kommen
soll und sich dann in weiterer Folge an den Top-4 orientiert.“ Damit
wären die Clubs dem Leitbild auf ihrer Homepage schon sehr nahe. Da steht geschrieben: „Das Management und die Leitung der BasketClubs
Vienna sehen in den folgenden Visionen die Basis für die derzeitige
und zukünftige Vereinsarbeit: Erhalt und Etablierung in der derzeitigen
Spielklasse mit im Verein groß gewordenen Spielern als Basis und
die BasketClubs mit ihrem Standort Wien als eines der wichtigste Zentren
des Basketballsports in Österreich zu etablieren.“ Oder in
anderen Worten ausgedrückt: Wien soll in Zukunft keine kleine Nebenrolle
sondern eine große Hauptrolle spielen. Eine Zielsetzung, die die
Clubs vor mittlerweile bereits zehn Jahren schon einmal erreicht hatten,
wie es schien. |
hervorragenden vierten Rang. Sprich Semifinale. Head Coach war damals übrigens ein erst 26-jähriger „Jungspund“ namens Raoul Korner, der ob seines kometenhaften Aufstiegs sogar zum „Coach des Jahres“ gewählt wurde. Alle Zeichen beim Wiener Traditionsklub standen auf Erfolg. Der Titelgewinn schien nur noch eine Frage der Zeit. Wenn da bloß nicht diese leidige Sache mit dem Geld gewesen wäre. Dem fehlenden… Jetzt erst recht Der Einstieg der neuen Partner in die H2 gelang gleich nach Maß. Schon einen Tag nach Bekanntgabe der Zusammenarbeit konnten die Güssing Knights am 21. Februar in einer sehr gut besuchten Heimhalle (Stazic: „Wir wollen die Migranten in die Halle bringen.“) souverän besiegt werden. Damit war der Überraschungseffekt aber auch schon wieder vorbei und die Wiener Bäume wuchsen dann doch nicht in den Himmel. Mehr als der zehnte Tabellenplatz – und eine gewisse Ernüchterung – war letztlich nicht drin. Alle, die nun (hämisch) gedacht hatten, das war’s auch schon wieder mit Spitzenbasketball und Europacup in Wien, sollten sich getäuscht haben. „Jetzt erst Recht“, war von Vereinsseite zu vernehmen. Genauer von Manager Wolfgang Ziegler und dem sportlichen Mastermind Stjepan Stazic. Zeljko Racic, der Dritte „Meistermacher“ im Bunde, zieht die Fäden eher im Hintergrund, wiewohl ihm Stazic große Basketball-Kompetenz attestiert: „Zeljko atmet Basketball. Er hat selbst gespielt, besitzt die serbische Trainer-A-Lizenz und hat Basket2000 praktisch im Alleingang hervorgebracht.“ |