![]() Dass Basketball-Redakteure mit ihrer Einschätzung der NBA mitunter
spektakulär daneben liegen können, beweist die vorliegende
Geschichte: Gemäß Redaktionssitzung sollte an dieser Stelle
der Niedergang der Boston Celtics besprochen und die Hintergründe
des Scheiterns des Meisters von 2008 analysiert werden. Anstelle des
frühen Playoff-Ausscheidens der „Big Three” gewannen
die Celtics jedoch eine Runde nach der anderen, bis sie sich (zum zweiten
Mal in drei Jahren) in den NBA Finals wieder fanden. Wir stellen daher
das Motto um: HOOORAY for the Celtics! Bevor wir jedoch die dramatischen
NBA Finals 2010 Revue passieren lassen, nehmen wir uns Zeit, zu beleuchten,
warum Finalserien zwischen Boston und L.A. einen ganz besonderen Reiz
haben Zunächst steht zwischen Boston und L.A. schlichtweg die Tatsache, dass es sich um die erfolgreichsten Vereine der Liga-Geschichte handelt: Die Celtics sind Rekordhalter mit 17 Titeln, gefolgt von den Lakers mit 15 (vor dem Finale 2010). In der 65-jährigen Geschichte der NBA haben Boston und Los Angeles somit rund die Hälfte der Titel unter sich aufgeteilt. |
Beide Vereine sind bereits seit 1946, der
Geburtsstunde des Nordamerikanischen Basketballs, in der Liga vertreten.
Beide Mannschaften drückten dem Sport aber auf unterschiedliche
Weise ihren Stempel auf: Boston gewann in den Jahren von 1957 bis 1969
elf Titel. Man beherrschte den Basketball also in einer Zeit, als der
Sport grundsätzlich „weiß“ war und das Fernsehen
noch keine große Rolle spielte. Die dominanten Spieler dieser Zeit
waren Red Auerbach (Coach, vergleichbar in seinem Erfolg nur mit Phil
Jackson), Center Bill Russell und Guard Bob Cousy.
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Zwei Trades zurück zur Spitze Vor der Spielzeit 2007/08 wurden nun zwei knifflige Deals eingefädelt,
die den Scharfschützen Ray Allen und den Fordward Kevin Garnett
nach Boston brachten. Die “Big Three” gewannen 2008 sogleich
den Titel, indem sie L.A. mit Kobe Bryant und dem kurz zuvor aus Memphis
geholten Pau Gasol schlugen. Im folgenden Jahr 2009 holten die Lakers
den Titel zurück, wobei sie im Finale nicht auf die Celtics trafen
(die waren im Halbfinale ausgeschieden), sondern auf Orlando. |